Viti's Mittelalter-Seiten
  

Denke ich an das Mittelalter, so bin ich oft zweigeteilter Meinung!
Einerseits fasziniert mich das dunkle Zeitalter mit den edlen Rittern, die hoch zu Ross durch die Lande zogen, um für ihre Kirche zu kämpfen - andererseits gab es üble Grausamkeiten wie Folter, Mord, Missbrauch und Unterdrückung... Einige der Grausamkeiten möchte ich hier aufzählen:


Achtung: Folgende Berichte sind vielleicht nichts für zarte Gemüter!



Die Folter

Im Mittelalter hatte die Folter Hochkultur. Staatlich geprüfte Folterer hatten ihre Einsätze meist aus Angst vor Gottes Zorn. Ob nun eine schlechte Ernte der Grund war, oder viele Tote durch Krankheit oder Krieg - man musste einen Schuldigen finden.
Die einfachste Methode hierfür war immernoch die Gerichtsverhandlung, die meist aus einem Angeklagten, einen Kläger und einen Scharfrichter bestand. Um ein Urteil fällen zu können, wurden verschiedene Foltermethoden eingesetzt.
In jedem Fall endete es eigentlich immer mit dem Tod - entweder durch die Folter oder durch den Henker, denn die wahre Erlösung der Schuld gab es sowieso nur im Himmel.



Daumenschrauben

Daumenschrauben Hier handelt es sich um eine Art Schraubstock. An zwei dünnden Holzbrettern wurden kleine Nägel eingehämmert. Zwischen diesen Brettern legte man nun die Daumen des Opfers und drehte langsam zu, bis sich die Nägel in die Daumen bohrten.
Im Prinzip genauso wurde bei der Fuß- bzw. Beinschraube verfahren. Bei der Fußschraube quetschte man die Füße - manchmal so lange, bis sie gebrochen waren. Sehr wirkungsvoll war hier der "Spanische Stiefel" - nur dass hier auch Knöchel und Waden in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei der Beinschraube wurde meist so lange gequetscht, bis die Knie oder Gelenke zerstört waren.



Kopfpresse

Kopfpresse Hier wird das Opfer auf einen Stuhl gefesselt und dann wird ihm die Kopfpresse angelegt. Der Schraubstock wird gedreht und es entsteht immer mehr Druck auf dem Schädel. Es wurde meist so lange auf dem Schädel gepresst, bis er platzte!
Es gab aber auch eine Kopfschraube, die wie eine Schelle mit großen Zacken aussah. Diese wurde dann um den Kopf gelegt und so lange festgeschraubt, bis sich die Zacken in den Schädel bohrten.



Birnenzange

Birnenzange Auch wenn der Name harmlos klingt, so war die Birne doch eine grausame Folter - vor allem an die Frauen. Die Birne ist ein Eisenknebel, der oben spitz und unten birnenförmig verläuft. Dieses Gerät wurde an Mund, Speiseröhre, Anus und Vagina angewandt, um diese Öffnungen so lange zu spreizen, bis sie aufrissen.
Meistens galt diese Folter der undurchschaubaren Frau, weil sie für Männer ein Mysterium war und somit an der frauentypischen Öffnung erniedrigt bzw. zerstört werden musste, um sie zu unterdrücken.



Brustkralle

Brustkralle Auch Brustbeißer oder Brustzange genannt. Dieses Folterwerkzeug wurde hauptsächlich bei Frauen angewandt, die Ehebruch begangen haben oder auch eine Abtreibung. Aber auch bei Sittenwidrigkeit und Sündhaftigkeit wurde diese Brustkralle angewandt.
Die Kralle wurde entweder kalt angesetzt und riss der Frau die Brust in Fetzen oder auch ganz ab, manchmal legte man sie vorher auch noch eine Weile in glühende Kohlen, im den Schmerz zu vergrößern. Meist wurde die Frau auf dem Weg zur Richtstätte mehrmals mit der Brustkralle gequält.



Brandmarken

Beim Brandmarken wurde das Opfer festgehalten oder festgebunden und dann wurde mit einem heißen Eisen unterschiedlicher Größe auf den Körper gedrückt. So wurden Teile des Körpers verbrannt. Im schlimmsten Fall wurde das heiße Eisen auf die Augen gedrückt, so dass der Gepeinigte blind wurde.



Eiserne Jungfrau

Eiserne Jungfrau Hierbei handelt es sich um ein Kasten, der aus Holz, aber meist aus Eisen gebaut wurde und die Form einer Frau hatte.
Die Eiserne Jungfrau war innen mit spitzen Nägeln bzw. Dornen aus Eisen bestückt. Das Opfer wurde in dem Kasten eingesperrt und beim Schließen des Kastens bohrten sich die Dornen in den Körper des Opfers.
Die Dornen oder Nägel waren aber so angebracht, dass sie keine lebenswichtigen Organe durchbohrten und das Opfer so schmerzvoll töteten, sondern so, dass sie sich tief ins Fleisch bohrten und den Gepeinigten langsam verbluten ließen...

Oft wurde es abgestritten, dass es ein solches Folterwerkzeug überhaupt gab, aber Tatsache ist, dass im Jahre 1515 jemand damit hingerichtet wurde. Die Dornen bohrten sich durch seine Arme, Beine, Bauch und Brust, seine Blase, die Augen, das Gesäß, sein Glied.... Diese Stiche töteten ihn aber nicht sofort, sondern ließen ihn verbluten.



Eiserner Käfig

Eiserner Käfig
Der Eiserne Käfig diente im Mittelalter meist als Abschreckung.

In diesen Käfigen wurden die Verbrecher meist nackt eingesperrt um sie sterben zu lassen. Entweder sie verhungerten, oder, wenn sie im Winter eingesperrt wurden, dann starben sie durch Frost und Kälte.
Ihre Gebeine verblieben noch eine Weile zur Abschreckung in den Käfigen...